Informationen zur BürgerListe

News

Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich im März 2012, Beginn wird noch nachgereicht, in der Gemeinde St. Wolfgang (Lichtsaal) statt. Die Sitzung ist öffentlich und alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen.

Monday, 31. august 2009 1 31 /08 /Aug. /2009 12:52


In den nächsten Tagen werden wir unseren Kandidaten
und unsere Kandidatinnen näher vorstellen.

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Friday, 26. june 2009 5 26 /06 /Juni /2009 09:00

Organisierte Nachbarschaftshilfe ist aus mehreren Gründen sinnvoll:

1) Auch in einer Wirtschaftskrise in der das Geldsystem versagt, bleiben dennoch die Menschen mit all Ihren Fähigkeiten, Ausbildungen, Fertigkeiten erhalten! Unterschiedlichste Personen unterstützen sich gegenseitig und erkennen den Wert ihrer eigenen Fähigkeiten wieder an. (Im Falle einer auf unseren Alltag durchschlagenden Krise wissen wir, wer, wofü welche Talente/Qualifikationen hat und können diese zum Gemeinwohl nützen.)

2) Wir lernen wieder, Hilfe von anderen anzunehmen.

3) Wir machen uns ein Stück weit unabhängig von einem instabilen Geldsystem, das uns dazu zwingt jede Ware und Dienstleistung teuer zu bezahlen. (Zur Zeit bereits um 40% bis 60% überhöhtem Preis bei jeder Ware und Dienstleistung, durch den auf die Preise als Kostenfaktor durchschlagenden Zinseszinseffekt!)

4) Jeder kann das arbeiten, was er am liebsten und besten kann.

5) In Zeiten stetig steigender Arbeitslosenzahlen haben die Menschen die Möglichkeit sinnvoll und solidarisch ihre Zeit zu nutzen, um einerseits anderen zu helfen und andererseits durch ihre Arbeit, Hilfe für sich selbst leistbar zu machen.

6) Tauschkreise bieten nicht nur für private Personen sondern ebenso für Unternehmen, legale Möglichkeiten an neue Kundenschichten und Aufträge heranzukommen und somit Ihre Umsätze auf innovative Weise zu steigern!

 

Ziel ist es, ein positives, neues Anreizsystem in unser derzeitiges Wirtschaftssystem einzubringen, ohne dabei dessen negativen Auswirkungen weiter zu treiben: die Professonalisierung der Solidarität. Wir sind gewohnt Professionalisierung immer unter dem Aspekt der Vermehrung unserer Geldmengen zu betrachten und nicht im Sinne der Sicherung unseres Lebens in der Zukunft.

 

Überlebens trotz Krisenzeiten für uns, unser Kinder und Kindeskinder!

Vergessen wir nicht! Die Krise steht jetzt vor unserer Tür!! Wir können ihr die Tür ganz öffnen oder nur einen Spalt. Helfen wir uns gegenseitig! Geben wir einige Stunden sinnvoll eingesetzt dem Wohl unserer Familien in unseren Gemeinden!

 

Setzt euch bitte mit uns in Verbindung, wenn ihr euch für das Projekt Nachbarschaftshilfe, Neues Geld, Tauskreise interessiert und in eurer Gemeinde aktiv werden wollt.

 

Mitwirkung und Mithilfe, gleich in welcher Form

ist bei uns jederzeit erwünscht und willkommen!

Wir freuen uns über jede Beteiligung!

 

Informationen

BürgerListe St. Wolfgang 0660 122 53 89, buergerliste@aon.at

Timesozial www.timesozial.org

Wege aus der Finanzkrise www.neuesgeld.org


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Thursday, 25. june 2009 4 25 /06 /Juni /2009 09:00

Am 22. Juni fand im Gasthaus Bürglstein eine von der BürgerListe organisierte Veranstaltung zu Tauschkreisen, Nachbarschaftshilfe und Regionalgeld statt. Das Interesse war groß. Insgesamt 40 Personen aus St. Wolfgang, dem gesamten Salzkammergut und der Stadt Salzburg sind gekommen, um von DI Tobias Plettenbacher über die Wirtschaftskrise, ihre Auswirkungen und historischen Ursachen informiert zu werden. Ein Ergebnis des Vortrages war, daß diese Krise längst noch nicht zu Ende ist. Namhafte Ökonomen seien der Meinung, daß die Talsohle noch nicht erreicht ist.

(Mehr Informationen unter: www.neuesgeld.org)

 

Auch wurde gezeigt, wie Geld funktioniert und wie diese zugrundeliegenden Mechanismen, die Gesellschaften weltweit in einen äußerst zerstörerischen Wachstumszwang drängen.

(Dazu ein kurzer 15minütiger, witziger Film unter:

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ

Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA&feature=related

Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk&feature=related)

Die negativen Folgen: Standortwettbewerb, steigende Arbeitslosigkeit (für die einen) und „Leistungsverdichtung“ (sprich doppelt soviel Arbeit in der gleichen Zeit für weniger oder den gleichen Lohn, für die anderen, die noch Arbeit haben), ständig steigende Preise, höhere Steuern & Abgaben, Wegbrechen des Mittelstandes und Wachstum an Armut, bei gleichzeitigem exponentiellen Wachstums der Geldvermögen bei den sogenannten „Super-Reichen“.

DI Tobias Plettenbacher erläuterte warum diese Wirtschaftszusammenbrüche und die damit einhergehenden Staatsbankrotte bisher alle 60 Jahre eingetreten sind und warum es auch heute, wie es scheint, kein Entrinnen mehr gibt.

 

Doch bei dieser eher beunruhigenden Information ist es nicht geblieben. In einer angeregten Diskussion wurden Wege aus der Krise und bereits funktionierende Lösungsansätze aufgezeigt.

Diese erfordern allerdings ein die Bereitschaft neue Ideen und Konzepte vorurteilsfrei zu prüfen! Wir können, so wir uns dafür entscheiden, natürlich etwas tun, um im Falle einer Krisenverschärfung unser Leben auch in Zukunft, jenseits der globalen Wirtschaft, zu sichern.

Einer der wesentlichen Begriffe, die dabei gefallen sind, war der Begriff des Wachstums. Immer weiter gesteigertes Wachstum in einer begrenzten Welt, ist nicht möglich.

So wie es aussieht trifft es gerade unsere Generation, die an die Grenzen dieses Wachstumszwanges stößt. Das ist eine schmerzliche aber notwendige Erkenntnis, um eine Wende in der Wirtschaftspolitik herbeizuführen.


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Wednesday, 24. june 2009 3 24 /06 /Juni /2009 09:21

Wir haben den Gratiskindergarten - wunderbar!
Aber wie es scheint, wird nun an anderen Stellen gespart.

 

Folgendes hat uns Christl Schlager mitgeteilt:

Sollten wir in St. Wolfgang nicht 10 Ganztageskinder für alle fünf Tage zusammenbringen, wird der Ganztageskindergarten an diesen Tagen nicht angeboten. Weiters wurde uns in Aussicht gestellt, daß, wer die Kinder ganztägig anmeldet und nicht regelmäßig ganztägig im Kindergarten läßt, seinen Kindergartenplatz verlieren kann.

Nach Nachfrage beim Land, bei der zuständigen Fachinspektorin Strasser (0732/7720/15518) wurde uns mitgeteilt, das ein solcher Ausschluß möglich ist. Er obliegt dem Träger des Kindergartens, in unserem Falle der Pfarre. Im Normalfall sollte es aber nicht dazu kommen, wenn das Kind jeden Tag angemeldet ist, aber nur dreimal die Woche kommt. Wir brauchen also jeden Tag zehn Kinder am Nachmittag, sonst gibt es gar keine Nachmittagsbetreuung.

(Als bizarres Detail am Rande: Es wird Freitag zum ankreuzen angeboten, obwohl wir Freitag gar keine Nachmittagsbetreuung haben.)

 

Mögliche Konsequenzen im Folgejahr für Eltern, die sich dieser Vorgabe verweigern, sind aber nicht auszuschließen, wie wir denken, da die Aufnahme der Kinder ja dem Kindergarten obliegt und es keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz unter fünf Jahren gibt.

Auch in anderer Hinsicht gibt es Verschlechterungen laut Aussage Christl Schlager. Bei den Zeiten für die Integrationskinder wird geknabbert und noch in anderen Bereichen, die uns gegenüber nicht näher präzisiert wurden.

 

Diese ewigen Unsicherheiten und Drohungen mit Konsequenzen verunsichern nicht nur die Eltern, sondern sind einer offenen Bildungs- und Familienpolitik nicht förderlich. Wir sind gespannt, was der Initiator des offenen und kostenlosen Zugangs zu diesen Vorgängen zu sagen hat. Es kann nicht sein, daß wir einen kostenlosen Kindergarten bekommen, mit einem ja aber versehen.

 

Wir fordern einen offenen und kostenlosen Zugang
zum Kindergarten ohne wenn und aber.
Für zwei Kinder oder zwanzig Kinder. Für drei Stunden oder die gesamte Zeit. Täglich oder auch nur tageweise. Es ist unvorstellbar, heute anzugeben, an welchen Tagen wir nächsten April unsere Kinder ganztags betreuen lassen wollen oder müssen, da wir nicht wissen, wo wir beruflich und privat stehen.


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Wednesday, 10. june 2009 3 10 /06 /Juni /2009 11:00

Nachbarschaftshilfe / Zeittauschbörsen / Regionalgeld

Wege aus der Wirtschaftskrise / Nachhaltig wirtschaften am Wolfgangsee

Vortrag und Diskussion mit DI Tobias Plettenbacher

22. Juni 2009, um 20:00, Gasthof Bürglstein, St. Wolfgang

 

 

TIMESOZIAL ist eine organisierte Nachbarschaftshilfe auf Zeitbasis: Wer anderen 1 Stunde hilft, erhält einen Zeitgutschein und kann damit wieder 1 Stunde Hilfe beziehen.

 

Immer mehr Menschen brauchen Hilfe und Unterstützung. Die Vereinsamung schreitet voran, auch am Land. Die junge Generation ist vermehrt dem Druck ausgesetzt, Beruf und Familie parallel zu organisieren. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die sich gerne sinnvoll betätigen würden.

 

TIMESOZIAL bringt hilfesuchende und hilfsbereite Menschen, Jung und Alt, Fähigkeiten und Bedürfnisse in der Nachbarschaft zusammen, und bietet allen die Chance, Hilfe zu finden, z.B. eine alleinerziehende Mutter eine Leihoma und diese jemanden für Haus und Garten, zum Plaudern oder Spazierengehen... Wer gerade keine Hilfe braucht, kann anderen helfen und Zeit ansparen für den Krankheits- oder Notfall.

 

TIMESOZIAL ist ein gemeinnütziger Verein nach dem Vorbild der erfolgreichen Nachbarschaftshilfe Vorarlberg (1.500 Mitglieder), der 2008 im Innviertel gestartet ist (Ried, Andorf, Schärding). Mittlerweile besteht Interesse in über 8 Gemeinden und Regionen in ganz Österreich und Bayern, die organisierte soziale Nachbarschaftshilfe zu starten.

 

Ziel des Abends ist es, das Projekt vorzustellen und Interessenten und Interessentinnen zu finden, um auch in St. Wolfgang die Nachbarschaftshilfe zu beleben und die Menschen nach dem Motto „Miteinander statt Nebeneinander“ zusammenzubringen.


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Thursday, 4. june 2009 4 04 /06 /Juni /2009 07:00
Was wir aus einem Bürgermeistergepräch lernen können
Das Bürgermeistergespräch hat uns gezeigt, daß wir mit unserer BürgerListe durchaus im Trend der Meinungsbildung liegen. Unsere Forderungen stoßen bei den Bürgern und Bürgerinnen in St. Wolfgang durchaus auf Interesse. Der Bürgermeister ist bemüht, sich um alle Belange der Infrastruktur und des Bauwesens zu kümmern. Das macht er in hervorragender Weise. Er bringt Gewerbe- und Hotelbetriebe in die Gemeinde.
Doch was die Gemeindepolitik übersieht, ist, daß durch die immer weiter auf Wachstum orientierten wirtschafltichen Projekte das Gemeinwohl leidet. Es war richtig in den letzten Jahren Vieles auszubauen und umzubauen, zu expandieren, die Konjunkturprogramme zur wirtschaftlichen Expansion des Landes und des Bundes in der Gemeinde umzusetzen. Doch jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir uns darum kümmern sollten, diese Erfolge auch im sozialen Bereich zu nutzen. Den sozialen Sektor gegenüber der Bau- und Tourismuswirtschaft zu stärken.
Infrastruktur im Bereich der baulichen Substanz, der touristischen Entwicklung hilft zwar der Wirtschaft. Daraus aber den Schluß abzuleiten, daß die soziale Gemeinschaft automatisch ein gedeihliches Leben führt, ist falsch.
Dazu als letztes ein kurzes Zitat aus einem Reiseführer über Zakynthos, das durchaus auch auf unsere Gemeinde zutreffen könnte:
„Doch natürlich hat der Tourismusboom auch seine Schattenseiten für die wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung der Insel. Er schafft ökonomische Abhängigkeiten, insbesondere von Hoteleinkäufern und ausländischen Reiseveranstaltern, er hat die Verschandelung ganzer Küstenstriche und Strände mit sich gebracht. (…) Hinzu kommen Veränderungen in den traditionellen Sozialstrukturen der Insel: Junge Menschen wandern aus den Bergdörfern ab, weil sie sich lieber als Kellner in einer Straßenkneipe oder als Zimmermädchen im Hotel verdingen, als sich auf den Feldern zu plagen. Nicht zu vergessen schließlich die Konfrontation mit mittel- und westeuropäischen Sitten, die gravierende Umwälzungen mit sich gebracht hat und oft die Ursache für sozialen Unfrieden, Neid und Konkurrenzdenken untereinander ist. Diese und ähnliche Faktoren sind der Preis, den man für den relativen Wohlstand durch den Tourismus zahlen muss.“
(Zakynthos 2007, Michael Müller Verlag, S.31)

Nicht nur mit dem Hotelbau auf der Rössl Wiese und dem damit verbundenen Betreiber Travel Charme Hotel steigt die Abhängigkeit des Tourismus in unserer Region von globalen Krisen zusehends.
Nur wenn es uns gelingt, global zu denken und gleichzeitig lokale und regionale Handlungsfelder zu erschließen (siehe Teil 5) wird es uns gelingen, auch in künftigen Krisen (und diese werden kommen, da vom derzeitigen, wachstumsorientierten Wirtschaftsmodell niemand abrücken möchte) als soziale Gemeinschaft gestärkt hervorzugehen.

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Tuesday, 2. june 2009 2 02 /06 /Juni /2009 07:00
Abhängigkeiten von globalen Playern
Noch einmal das Thema Rössl Wiese. Offensichtlich ist der Zug in Richtung transnationales Hotelprojekt schon abgefahren. Nun gut, manchmal kommt der Mensch zu spät, um falsche Entwicklungen zu stoppen. Eine Frage, die sich aus diesem Projekt ableitet ist, und der sollten wir uns stellen: Wollen wir die Gemeinde weiter von globalen Marktspielern in St. Wolfgang abhängig machen, oder nicht lieber auf die Kraft der eigenen Region setzen?
Was ist die Lehre, die wir aus der jetzigen Wirtschaftskrise ziehen? Das Hotelprojekt auf der Rössl Wiese erhöht unsere Abhängigkeit von Großkonzernen. Bereits das Hotel Scalaria ging an multinational agierende Großinvestoren. Mit der Rössl Wiese holen wir uns mit dem Betreiber Travel Charme Hotel einen weiteren globalen Großinvestor nach St. Wolfgang.
Die Wirtschaftskrise hat aber gezeigt, daß gerade die globalen Strukturen nicht allein dazu angetan sind, die Überlebenschancen lokaler Bevölkerungen zu sichern. Nur wenn wir unterschiedliche Wirtschaftsformen miteinander verknüpfen, erhöhen wir unsere Sicherheit. Globale Player sind gut in prosperierenden Zeiten. Doch in Krisenzeiten müssen dem globalen Player gesicherte, gut aufgestellte, regional und lokal funktionierende Wirtschaftsformen gegenüberstehen.
Dies ist im Augenblick noch zu wenig der Fall. Wir brauchen mehr Verbindung zwischen den regionalen und globalen Marktstrukturen. Aber nicht in einem Verhältnis von Zulieferer und Abnehmer (also in einem klaren Abhängigkeitsverhältnis wie in der Autoindustrie), sondern in einer Wirtschaft, die auf Augenhöhe funktioniert. Der globale Spieler wird nur dann auf unsere Bedürfnisse reagieren, wenn wir ein großes Stück weit unabhängig von ihm sind und wir die Qual der Wahl haben.
Im Moment suchen wir Investoren. Sie kommen nicht freiwillig.
Wir müssen es schaffen, das Verhältnis auf eine gleichberechtigte Basis zu stellen. Jede und jeder von uns ist aufgerufen, dazu einen Beitrag zu leisten und darüber nachzudenken, wie wir unsere Position stärken können.
Eine Frage sei zum Schluß noch erlaubt: Wieso konnten wir uns in St. Wolfgang nicht mit den traditionellen Formen des Tourismus positionieren, die uns groß gemacht haben, dem Familientourismus?

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Sunday, 31. may 2009 7 31 /05 /Mai /2009 07:00
Informationsdrehscheibe
Die Gemeinde wird in absehbarer Zeit (einen Zeitplan hat der Bürgermeister nicht genannt) eine Homepage bekommen. Ein Zwischenruf aus dem Publikum: Zehn Jahre zu spät. Gut wir meinen lieber jetzt als gar nicht. Die Frage wird sein, wozu soll die Homepage dienen. Eine Antwort des Bürgermeisters war, sie sei als Bürgerservice gedacht. Es soll darüber informiert werden, wo eine neue Baustelle geplant ist, wo in absehbarer Zeit Behinderungen auftreten könnten und wie lange sie dauern.
Nun gut: Das finden wir, die BürgerListe, ja ein gute Sache. Doch wir hoffen, daß diese Homepage nicht nur eine Art Baustelleninfostelle wird, sondern daß wir dort auch nachlesen können, wann die nächsten Gemeinderatssitzungen stattfinden, die nächsten Bauverhandlungen sind. Projektentwicklungsstand der großen Infrastrukturprojekte, samt Bauplänen. Das die Protokolle der Gemeinderatssitzungen abrufbar sind.
Wir hoffen, daß die Webseite nicht nur als Bürgerservice für das, was die Bevölkerung wissen soll und darf entwickelt, sondern eine offene Plattform wird, wo die Gemeinde transparent und eindeutig alle Informationen, die die Bürger und Bürgerinnen betreffen, offenlegt. Denn es gibt in der Gemeindearbeit aus unserer Sicht nichts, was die Bürger und Bürgerinnen nicht betrifft oder betreffen sollte.
Eine Gemeinde ist die Summe ihrer Bürger und Bürgerinnen. Jede Entscheidung über die Neuentwicklung, neu Ausrichtung, über die Veränderungen am Bestand betrifft uns alle und die Information darüber, ist vor allem in unserer heutigen Zeit allen verfügbar zu machen.
Informationstechnologie ist nicht nur eine Technologie zur Information, sondern auch eine, mit der Strukturen für bürgerorientierte Entscheidungsfindung gelegt werden können. Wir werden das Projekt sehr genau beobachten und von Experten und Expertinnen darauf prüfen lassen, wie transparent und offen diese Plattform wirklich sein wird.
Gegebenenfalls wird die BügerListe als Vertretung der unabhängigen Bürger und Bürgerinnen ab dem 28. September im Gemeinderat darauf drängen, die Webplattform zu einer Kommunikationsplattform auszubauen, um zumindest virtuell, so etwas wie eine Begegnungsstätte, wie unter Teil 2 angeführt zu schaffen.

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Friday, 29. may 2009 5 29 /05 /Mai /2009 16:45
Prekärer öffentlicher Verkehr
Was ganz klar im Bürgermeistergespräch andiskutiert wurde. Der öffentliche Verkehr in St. Wolfgang ist nicht dazu angetan, das Auto zugunsten anderer Verkehrsformen zurückzunehmen.
Hier ein paar Punkte, die angesprochen wurden.
Das Schiff ist nicht nur aus zeitlichen Gründen, sondern vor allem aus ökonomischen ungeeignet für den Regionalverkehr, weil die Preisgestaltung, keinen Spielraum für Nutzer bietet. Mit kleineren Booten, mit auf die Bevölkerung ausgelegten Schiffsstationen und einem Preis, der leistbar wäre, könnte am See eine klar leistbare und annehmbare Verkehrsverbindung entstehen.
Der Postbus ist zwar lebenswichtig für den Schulverkehr, aber für die Nutzung durch den Bürger und die Bürgerinnen großteils ungeeignet. Er ist zu wenig flexibel und durch die Haltestellenverteilung ineffektiv. Ein regionales (örtliches) Taxiunternehmen (das für die drei Gemeinden am See entwickelt werden könnte, ist flexibel und haltestellenunabhängig, auf Bedarf abrufbar und zum Beispiel mit einem leistbaren Schiffsverkehr zu verknüpfen), könnte durchaus dazu angetan sein, zumindest die zunehmende Verkehrslawine am See einzudämmen. In südlichen Ländern sind Taxisgesellschaften ein Geschäft, auch und gerade wegen der Touristen. Wir haben jahrzehntelang auf den touristischen und einheimischen Individualverkehr gesetzt und vernichten Jahr für Jahr tausende von Euro in ineffiziente Verkehrssysteme.
Die Bahn von Salzburg nach Bad Ischl, wie sie Hannes Peinsteiner verfolgt, unterstützt vom Tourismussektor, ist zwar eine gute Sache, löst aber unser regionales Verkehrsproblem in keinster Weise.
Ein Punkt, der in den Gesprächen angesprochen wurde und durchaus diskutierenswert ist, weil er die Gemeindefinanzen und damit alle Bürger und Bürgerinnen direkt betrifft: Warum saniert die Gemeinde die Straße am Schwarzensee abwärts zur „Lore“ und baut Sanitäranlagen am Parkplatz (Peinsteiner hat davon berichtet)? Es gibt einen Parkplatzpächter und klare Besitzverhältnisse. Die Gemeindebürger und –bürgerinnen sollen eine Sanierung mitbezahlen, aber gleichzeitig nachher eine Parkgebühr von € 1,20 bezahlen. Das kann und darf nicht sein. Wer Profit aus privatem Gelände schlägt, sollte auch Privat für die Infrastruktur zuständig sein. Wer einen Privatparkplatz führt, sollte ihn auch privat sanieren. Das Argument, die Touristen würden sonst im Schlamm waten, ist für mich nicht schlagend. Wer aus dem Tourismus auf privatem Gelände Profit schlägt, soll aus dem Profit auch seine privaten Ausgaben bezahlen.
Alternative wäre: Die Zuschüsse aus der Gemeinde werden an die Zusage gekoppelt, daß Gemeindebürger und –bürgerinnen in Zukunft von der Parkgebühr befreit sind. So könnte ein öffentliches Interesse an einer Mitfinanzierung der Sanierung eines Privatgeländes geltend gemacht werden.

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Wednesday, 27. may 2009 3 27 /05 /Mai /2009 07:00
Gewerbe, Tourismus und der vierte Sektor
Wie in Gesprächen festgehalten wurde, besteht St. Wolfgang aus zwei Regionen. Die erste reicht von Schwarzenbach in die Ried und ist im Kern vom Handel und Tourismus, die zweite von Schwarzenbach nach Wirling und ist mehr vom Gewerbe und der Landwirtschaft geprägt. Wir haben also im Grunde drei Wirtschaftsschwerpunkte: den Handel, den Tourismus und die Landwirtschaft. Das Gewerbe arbeitet im Prinzip den anderen drei Wirtschaftsformen zu und hat kein eigenes Profil entwickelt.
Im Zusammenhang mit der Frage, wie können wir unsere Gemeinde lebendig und zukunftsorientiert halten, wird die entscheidende Frage sein, wie wir Gewerbebetriebe in unsere Gemeinde holen können, die sich nicht nur Zulieferbetriebe für den Handel und Tourismus sind, sondern auch eine Wertschöpfung von außen in die Region bringen.
Die von Hannes Peinsteiner angesprochene Energieeffizienz, ökologisch agierende Gewerbebetriebe sind durchaus dazu angetan einen Teil davon abzudecken. Doch wird auch das zu wenig sein.
Unsere Meinung: Wichtig wird in Zukunft sein, mit neuen Wirtschaftsformen vor allem jungen und gut ausgebildeten Menschen eine dauerhafte Überlebenschance in der Gemeindne zu bieten. Matthias Horx (einer der wichtigsten Trendforscher) hat am Sonntag den 17. Mai im ORF gesagt, daß nur in der Wissensökonomie in Zukunft Wachstumschancen liegen. Die Gemeinde St. Wolfgang muss ihren jungen und gutausgebildeten Gemeindebürgern, die Möglichkeit bieten, sich mit ihrem Wissen in die Gemeindearbeit einzubringen und auch zufunftperspektiven zu haben. (Projekt: Die Intelligenz in der Region zu halten – Technologiezentrum Gmunden)
Die Toursimusbranche ist nicht von Wissensökonomie geprägt. Die Kommunikations- und Informationstechnologien sind die Wirtschaftsformen der Zukunft. Auf diese zu setzen heißt nicht, Industrien anzusiedeln oder Telearbeitsplätze nach St. Wolfgang zu holen, sondern kleine und mittlere Gewerbebetriebe, die ihre Geschäfte anderswo tätigen, aber in einer intakten Umwelt wohnen und arbeiten wollen.
Das es Menschen gibt, die das wollen, kennen wir von der Bürgerliste aus unserem Bekanntenkreis. Doch diese gut ausgebildeten, effektiv und flexibel arbeitenden Menschen, erwarten sich ein offenes, aufgeschlossenes und infrastrukturell (vor allem in Bezug auf Familie, Schule und ärztliche und Nahversorgung sowie Freizeit) gut ausgebautes Gemeindenetzwerk.
In St. Wolfgang wird sich in den nächsten Jahren die Frage stellen, wollen wir nach außen hin nur eine Bühne für den Tourismus bieten und nach Innen weiter den sozialen Tod sterben. Oder werden wir nach außen hin eine lebendig gestalterische Kraft in Bezug auf die Wirtschaft der Zukunft und nach Innen eine lebendige Gemeinschaft aus Menschen bilden, die aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsformen kommen

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Monday, 25. may 2009 1 25 /05 /Mai /2009 07:00
Die Gemeinschaft zerbricht
Aus dem im Teil 1 Gesagten leitete sich die zweite Feststellung ab. Die soziale Gemeinschaft droht (soferne sie nicht längst zerbrochen ist) auseinanderzubrechen. Mag. Helmut Peter gab zu bedenken, daß es in St. Wolfgang kein soziales Zentrum mehr gebe. Wo sollten sich Neuzugänge hinwenden, die ja nicht von offizieller Seite empfangen werden, um sich mit den sozialen Gegebenheiten vertraut zu machen. In St. Wolfgang existieren mittlerweile mehrere Parallelwelten.
Viele Vereine haben mittlerweile ein eigenes Vereinslokal. Alle treffen sich außerhalb des öffentlichen Raumes. Es gibt kaum noch Versammlungen in den Wirtshäusern. Es gibt kein Lokal, wo wir hingehen können und wissen, dort trifft sich St. Wolfgang zum Reden. Es gibt keinen definierten Ort, wo wir uns über Privates und Politisches austauschen, wo wir Mißverständnisse ausreden und Meinungsverschiedenheiten ausdiskutieren können. Das betrifft die Jungen ebenso wie die Alten.
Was wir dagegen tun können?
Vorschlag der BügerListe:
Es muß einerseits ein Begegnungszentrum für St. Wolfgang geschaffen werden und die Gemeinde hat dafür Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Es müssen neue Nachbarschaftsprojekte aufgebaut werden, in denen Menschen wieder miteinander für eine lebendige Gemeinschaft arbeiten und nicht nur für das wirtschaftliche Wachstum. Neben dem generellen Rückzug der Menschen ins Private in den letzten zwei Jahrzehnten trägt auch der ausufernde Tourismus dazu bei, daß wir auch in der toten Saison kaum noch Zeit für einander haben.
Zeit ist ein knappes Gut in unserer Gemeinde.
Wir können uns aber mit dem Geld, daß wir verdienen, Zeit nicht kaufen. Wir können uns Konsumgüter kaufen, aber nicht Gesprächszeiten, Begegnungszeiten. Erst wenn wir bereit sind, zugunsten der Begegnung auf ein Stück Wachstum zu verzichten, werden wir wieder eine soziale Gemeinschaft werden, die auf den Prinzipien der Solidarität und Begegnung basiert.
Die Bürgerliste wird dazu ein Sozialprojekt zum Thema Zeittauschbörsen und Regionalgeld am 22. Juni 2009 (20:00 Uhr, Gasthof Bürglstein) für St. Wolfgang und gemeinsam mit anderen Bürgern und Bürgerinnen aus anderen Gemeinden für das gesamte Salzkammergut starten.

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Sunday, 24. may 2009 7 24 /05 /Mai /2009 16:32
Kinder sind Mangelware
Mag. Helmut Peter warf nach dem Referat des Bürgermeisters in die Runde, daß es in den nächsten beiden Jahren, aus jetziger Sicht, zu einem rasanten Schwund der Eintritte in die Volksschule im Markt kommen werde. (2009 / 12 Kinder; 2010 / 6 Kinder)
Erst 2011 wird es wieder zu einer leichten Erholung der Eintrittszahlen kommen. Daran schloß sich eine Diskussion an, wie wir es schaffen, daß St. Wolfgang, namentlich der Markt, nicht ausstirbt. Wie können wir dazu beitragen, daß es im Markt in Zukunft wieder mehr Kinder und damit mehr soziales Wachstum gibt.
Ganz klar: Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es für Menschen attraktiv macht, nach St. Wolfgang zu siedeln und hier Kinder groß zu ziehen. Neben Angeboten für leistbaren Wohnraum ist es wichtig, daß sich die neuen Mitbürger von der Bevölkerung angenommen und akzeptiert fühlen.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Frage diskutiert, was ist die Kultur, die die neuen Mitbürger annehmen müssen. In der Diskussion gab es unterschiedliche Meinungen. Die einen meinten, die Neuzugänge müßten sich in die bestehenden Vereine hineinbewegen (Blasmusik, Trachten, Feuerwehr, Schützen, Gesang, Kirche), die anderen waren der Auffassung, daß es vielleicht Menschen gibt, vor allem aus den Ballungsräumen, die andere Formen des kulturellen Umgangs pflegen und mit so einer einfachen Lösung nur schwer integrierbar sind.
Eines hat Hannes Peinsteiner zugesagt: Der Kinderspielplatz in Schwarzenbach wird der seit langem dringend notwendigen Sanierung unterzogen. Das freut uns und wir hoffen, daß unsere Kinder und Jugendliche in Zukunft wieder sicher und ausgelassen darauf spielen können.

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Friday, 15. may 2009 5 15 /05 /Mai /2009 07:00

Vorrausschicken wollen wir, daß wir nicht grundsätzlich gegen ein Hotelprojekt auf der Rössl Wiese sind. Was uns stört, ist die Art der Vorgangsweise. Die Bevölkerung wurde weder über die Planungen, noch über die aktuellen Entwicklungen informiert. Das Wissen über das Projekt wird beinahe wie eine Geheimbotschaft unter Eingeweihten weitergereicht.

 

Nun zu den Fakten und Entwicklungen

Auf der sogenannten Rössl Wiese wurde von der Arbeitsgemeinschaft PORR & MANDLBAUER, mit Sitz in Wien, eine Hotelanlage mit ca.300 Betten und eigenem Seezugang mit Badestrand an der Seepromenade geplant.

Dazu kamen 70 Zweitwohnungen, 120 Betten in Form von sogenannten hotelservicierten Wohnungen und 88 Betten in Form von 44 Zweitwohnungen. Insgesamt sollten für das Gesamtprojekt 6 Gebäudekomplexe mit einer Bauhöhe von bis zu 20 m errichtet werden. In Summe wären so 500 neue Betten entstanden. Es wurde darüber bis heute nie eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt, die aber bei einer derartigen Bettenanzahl erforderlich wäre.

 

Im ersten Anlauf war, um die Finanzierung des Projektes sicher zu stellen, die Errichtung von 100 Zweitwohnungen geplant. (Ausgabe St. Wolfgang aktuell vom Oktober 2006 / Sondernummer zur Nationalratswahl).

Nach heftigem Prostet zahlreicher Bürger und Bürgerinnen, nach Einsprüchen bei den politischen Vertretern im Gemeinderat, mit dem Hinweis darauf, daß das geltende, örtliche Entwicklungskonzept für St. Wolfgang nur eine maximale Anzahl von 40 Wohnungen pro Bauprojekt und nur in Verbindung mit einem Hotelprojekt erlaubt seien, wurde die Anzahl vom Betreiber auf 72 heruntergesetzt. (48 +24).

Nach dem Hinweis der Anrainer, daß auch diese Zahl immer noch nicht mit dem örtlichen Entwicklungskonzept in Einklang zu bringen sei, wurde die Rössl Wiese (zwecks Herstellung neuer Bebauungsbedingungen) in zwei Grundstücke geteilt.

Zu diesem Zweck wurde vom Gemeinderat der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan anlaßbedingt geändert. Der vordere Teil behielt seine ursprüngliche Widmung als Tourismusgebiet, der rückwärtige Teil wurde zum Wohngebiet erklärt.

Die Anzahl der Zweitwohnungen wurde nun auf 70 Stück festgelegt und so aufgeteilt, daß im neu umgewidmeten Wohngebiet nun definitiv 44 Wohnungen gebaut werden sollen. Weitere 26 Wohnungen werden im neu zu errichtenden Hotelkomplex als sogenannte hotelservicierte Wohnungen untergebracht und sollen ebenfalls verkauft werden.

 

Somit werden aus den, für die gesamte Wiese maximal rechtlich möglichen 40 Zweitwohnungen, durch die anlaßbezogene Flächenumwidmung doch noch 70 Zweitwohnungen errichtet. Es handelt sich dabei um 5 Gebäudekomplexe mit je 3 bis 5 Geschossen.

 

Der Bau der Zweitwohnungen im Wohngebiet wurde in 1. Instanz vom Bürgermeister und in 2. Instanz vom Gemeinderat genehmigt. Beide Bescheide wurden von den Anrainern beeinsprucht.

Als Argument wurde unter anderem ins Treffen geführt, daß eine Bürgerinitiative mit 470 Unterschriften gegen den Bau von 70 (statt wie im Entwicklungsplan vorgesehen 40) Zweitwohnungen, dagegen Einspruch erhoben hatten. Die Unterschriftenliste ging im Zuge des Umzuges der Gemeinde in die Räumlichkeiten der Post leider verloren.

Der zweite Einspruch (beim Land OÖ) hatte keine aufschiebende Wirkung und es darf daher ab sofort mit dem Bau der Zweitwohnungen begonnen werden.

 

Allerdings konnte (wieder auf Drängen der Bürger) der Gemeinderat dahingehend informiert werden, daß die Firma PORR & MANDLBAUER die Zweitwohnungen nur zeitgleich mit dem Hotel errichten muß, da andernfalls folgender Fall eintreten könnte:

Wird der Wohnkomplex unabhängig vom Hotel gebaut und geht den Betreibern dann auf Grund der prekären wirtschaftlichen Lage das Geld aus, ist es denkbar, daß der Hotelkomplex erst gar nicht mehr errichtet wird, weil die Zweitwohnungen unter Umständen nicht verkäuflich wären. Das letzte, was wir in St. Wolfgang brauchen können, ist ein leerstehender Zweitwohnungskomplex nach Vorbild des ehemaligen Hotel Tirol.

Die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation weltweit hat die Bürger und Bürgerinnen in ihrer vorsichtigen Haltung bestätigt.

 

Für den Hotelkomplex samt hotelservicierter Zweitwohnungen wurde die Baugenehmigung in 1. Instanz vom Bürgermeister erteilt. Nach Einspruch der Anrainer gegen diesen ersten Bescheid erfolgte die Baugenehmigung in 2. Instanz durch den Gemeinderat. Für die Entscheidung in 2. Instanz wurde bis heute noch kein Bescheid erlassen. Auch hier gibt es noch keinen gewerberechtlichen Genehmigungsbescheid.

Sobald dieser 2. Baubescheid erlassen wird, kann von Seiten der Anrainer ein Einspruch beim Land OÖ erfolgen. Dieser Einspruch hätte auch in diesem Fall keine aufschiebende Wirkung mehr und der Baubeginn wäre ab diesem Zeitpunkt möglich.

Der nächste Schritt der Anrainer wäre demnach eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof da eine widerrechtliche Genehmigung von 70. Zweitwohnungen vorliegt. Auch weitere rechtliche Schritte wären zu erwägen.

 

Das Hotel soll nach Fertigstellung, von der ehemaligen Ost-Deutschen Firma TRAVEL CHARME als Hotelbetreiber übernommen werden. Laut Aussagen der Projektanten der Baufirma PORR & MANDLBAUER verlangt die Firma TRAVEL CHARME als Grundbedingung für das Geschäft einen eigenen Seezugang bzw. hoteleigenen Badeplatz.

Vor 3 Jahren hat die Gemeinde St. Wolfgang das See-Grundstück um die ehemalige Bootshütte der ÖBB (vis á vis der Pension Mirabell) angekauft, um dort einen (von der Bevölkerung lange geforderten) Badeplatz für die Öffentlichkeit zu errichten.

Dies ist auch offizieller Gemeinderatsbeschluß.

 

Das Grundstück kostete 650.000,- Euro. Für diesen Betrag wurde von der Gemeinde ein Kredit aufgenommen. Für diesen Kredit fallen jährliche Zinsen in der Höhe von über € 22.000,00 Euro an, welche aus dem Gemeindebudget (also von uns allen) bezahlt werden, ohne daß wir den Badeplatz real nutzen können.

Der Grund dafür ist, daß dieser Badestrand an die Firma PORR & MANDLBAUER weiterverkauft werden soll, weil damit der Wert der Zweitwohnungen steigen würde. Zins- und Kreditrückzahlung für den Badeplatz belaufen sich jährlich auf ca. € 45.000,00. In der derzeit sehr angespannten wirtschaftlichen Situation geht der Gemeinde damit eine große Summe für Investitionen vor allem im Bereich der Jugendarbeit verloren.

 

Um den Badeplatz näher an das zukünftige Hotel heranzuholen, soll das Grundstück ÖBB-Bootshütte mit dem Badeplatz des Weissen Rössls (angrenzend an die Seepromenade) eins zu eins getauscht werden. Der direkte Seezugang für die Hotelgäste und Zweitwohnungsbesitzer soll über eine Art Brücke  erfolgen, die über die Straße führt und in einen neu zu bauenden Pavillon mündet, der sich zwischen Beginn der Seepromenade und dem getauschten Badestrand  befindet.

 

Für eine Neugestaltung der gesamten Seepromenade wurde der Wiener Architekt Boris Podrecca engagiert. Seine Honorarforderung (für Planung bis zur Ausführung) belaufen sich bisher auf € 180.000,00. Der von Ihm ausgearbeitete Entwurf wurde den Gemeinderäten vor ca. einem Monat vorgestellt. Verschiedene eigentumsrechtliche Verhältnisse sind dabei allerdings noch ungeklärt und daher ist es momentan noch offen inwieweit sich dieser, grundsätzlich akzeptable Entwurf, verwirklichen lassen wird.


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Thursday, 14. may 2009 4 14 /05 /Mai /2009 07:00

Nun zu den Problemen, die wir mit der derzeitgen Vorgangsweise haben


A.
Im Moment besteht ein hohes wirtschaftliches Risiko

1.)         für den erfolgreichen Verkauf der Zweitwohnungen die dann an 330 Tagen des Jahres leer stehen werden (siehe ehemaliges Hotel Tirol mit geschlossenen Rollbalken auch in der Saison)

2.)         für die Hotelauslastung in einem völlig neu geschaffenen Betrieb, nachdem bereits die lange etablierten Betriebe Auslastungsprobleme haben.

Bei Erfolglosigkeit würde es irgendwann zu einer Hotelaufgabe kommen. In der Folge bliebe nur eine Parifizierung und Verkauf des Hotels in Form von (noch mehr) Zweitwohnungen. Die Nutzung des  Badestrands an der Seepromenade würde dann ausschließlich Zweitwohnungsbesitzern zustehen. Die Gemeinde hätte kein Nutzungsrecht mehr daran.

 

Sollte die Gemeinde jedoch Ihr Versprechen nicht einlösen, einen öffentlichen Badeplatz für Einheimische und Gäste von St. Wolfgang zu errichten, so wäre es zumindest verantwortungsvoller einen allfälligen Strand an den Hotelbetreiber nur zu verpachten und auch nur und ausschließlich solange das Hotel tatsächlich als Hotel betrieben wird. Sollte dies nicht mehr der Fall sein, müßte der Pachtvertrag hinfällig werden und das Grundstück wieder zurück an die Gemeinde fallen!

 

B. Die nüchterne, fast kasernenartige Architektur, entspricht unserer Meinung nach nicht der Erwartungshaltung von Gästen die das Salzkammergut besuchen.

 

C. Das Argument, daß durch das Projekt zahlreiche Arbeitsplätze in der Region entstehen würden, wie von den Befürwortern immer wieder ins Treffen geführt wurde, ist für uns nicht glaubwürdig, wenn man weiß, daß Mitarbeiter selten nach regionaler Herkunft, sondern ausschließlich nach der Qualifikation ausgewählt werden.

Soweit man aus Zeitungsberichten entnehmen kann, rekrutiert die Betreiberfirma TRAVEL CHARME den Großteil ihrer Mitarbeiter meist aus den eigenen deutschen und betriebsintern geschulten Reihen. Das heißt, wir bekommen noch mehr saisonal angestelltes Personal in die Region. Das freut vor allem die Vermieter von Personalzimmern.

 

Wir hoffen, daß die Gemeindeverantwortlichen und die Betreiber sich endlich dazu aufraffen, in einer öffentlichen Veranstaltung das Projekt den Bürgern und Bürgerinnen vorzustellen.

Transparenz hat einem Großprojekt noch nie geschadet. Sie erhöht die Akzeptanz in der Bevölkerung und hilft Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen.


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Thursday, 7. may 2009 4 07 /05 /Mai /2009 10:05

„Noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die finanzielle Entlastung der Eltern, das sind zwei Ziele der oö. Familienpolitik.“

Dieses Zitat aus der Zeitschrift „wir in oö“ der ÖVP im Traunviertel zeigt nur einmal mehr, was für eine Heuchelei die ÖVP betreibt. Einerseits fordern sie vor der Wahl die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ohne dazu zu sagen, daß es gerade in OÖ ein Kinderbetreuungsgesetz gibt, das jeder fortschrittlichen Familienpolitik spottet und in der Praxis oft nicht handhabbar ist.

 

Kostenloser Kindergarten ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch eine oö. Familienkarte hilft den Menschen Geld zu sparen. Doch geldpolitische Steuerungsmaßnahmen sind in der Familienpolitik zu wenig. Familienpolitik mißt sich vor allem an der psychischen, sozialen und politischen Unterstützung der Eltern und ihrer Kinder.

 

Oberösterreich hat zwar den Gratiskindergarten eingeführt aber gleichzeitig eine der niedrigsten Quote an Kinderbetreuungsplätzen. Auch die Öffnungszeiten z.B. des Kindergartens in St. Wolfgang sind für vollzeitbeschäftigte Eltern nicht sehr geeignet. Ferienbetreuung, vor allem im Monat August, ist nur bis sechsjährige gewährleistet. Schulkinder sind in diesem Monat ohne Betreuung.

Die ökonomische Absicherung von Tagesmüttern ist mehr als prekär. Familienpolitik bedeutet, den Familien möglichst viel Zeit zu geben.

Beiden Seiten: den Kindern Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen und dazu gehören vor allem soziale Gruppen Gleichaltriger, in den sie sich bewegen können. Den Eltern die Möglichkeit zu geben, manchmal ein Stück Zeit für sich zu haben.

 

Gerade in St. Wolfgang weht nicht unbedingt der Geist fortschrittlicher Familienpolitik. Familienpolitik heißt, den Freiraum für Eltern und Kinder zu erweitern. Das bedeutet vor allem mehr Beteiligung der Männer an Hausarbeit und Kinderbetreuung, damit Frauen in ihren Berufen mehr Chancen haben und sich auch in die Gemeindepolitik einbringen können.

 

Was wir brauchen, ist letztlich eine solide Grundsicherung, die es uns möglich macht, eine Entscheidung darüber zu treffen, ob wir uns im Arbeitsprozeß unserer Verantwortung als Bürger und Bürgerinnen stellen oder uns für Kinder, soziale Belange und politische Strukturen einsetzen wollen.

 

Familienpolitik bedeutet vor allem Grundsicherunsgpolitik und nicht Armutskosmetik.


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Motto

  • Bürgerliste St. Wolfgang im Salzkammergut
  • : Wir sind ein eine Gruppe von Bürgern und Bürgerinnen, die sich in der Gemeindepolitik engagieren, um Veränderung in der Familienpolitik, der Wirtschaftspolitik und der Energiepolitik herbeizuführen.
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